Hochkönig (2.941m)

19. Juli 2008

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Der Hochkönig stand schon lange auf meiner Liste. Da ich mich nicht entscheiden konnte, welchen Weg ich nehmen sollte kombinierte ich den Weg über die Ostpreußenhütte mit dem über’s Ochsenkar. Als Ausgangspunkt kommt dann nur Pfarrwerfen (Imlau) in Frage, was das Ganze zu einer „etwas längeren“ Tour macht.

Aufgrund der Länge der Tour hieß es zu einer unchristlichen Zeit aufstehen. Um 05:00 startete ich bei Pfarrwerfen an der Salzach. Der Weg führt anfangs über Straßen dann Forststraßen und später über Waldwege, ideal zum Eingehen.

An der Sonneckhütte (1.222m) offenbarte sich ein wunderbarer Blick auf’s Tennengebirge.

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Nach 2,5 Stunden erreichte ich die Ostpreußenhütte, wo ich ausgiebig frühstückte. Die ersten 1.100hm waren geschafft…

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Es ging weiter über einen Latschenhang, im Bild der Blick hinunter zur Ostpreußenhütte.

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Den Gamskarkogel (2.013m) ließ ich sprichwörtlich links liegen und folgte weiter dem Weg in Richtung Gipfel.

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In einem Kessel geht es am Alblegg (2.361m) vorbei auf die Scharte.

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Von dort wird zum ersten Mal der Blick auf das Karstplateau frei.

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Einige Leute bringen etwas mehr Zeit mit als ich 😉

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Der Weg war sehr einsam, ein komischer Vogel leistete mir Gesellschaft.

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Der Weg ist gut mit Stangen (Winterweg) und Farbmarkierungen markiert.

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Es war noch ein schönes Stück, eine kleine Pause konnte nicht schaden…

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Auf etwa 2.400m befindet sich diese Biwakhöhle, die einen sehr geräumig Unterschlupf bietet, den man bei Unwetter sicher zu schätzen weiß!

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Das Matrashaus, das am Gipfel des Hochkönig thront ist bereits von weitem sichtbar, aber der Weg in ständigem Auf und Ab zieht sich!

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Anfangs geht es über vereinzelte Schneefelder, später (ab etwa 2.700m) betritt man den Plateaugletscher die „Übergossene Alm„. Im Bild erkennt man oben das Matrashaus.

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Blick zurück, im Hintergrund der Watzmann.

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Bevor man am Gipfel ankommt, geht’s noch diesen etwas übertrieben angelegten Steig hoch.

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Geschafft! Nach vier Stunden (von der Ostpreußenhütte) hatte ich mir das Mittagessen redlich verdient. Das Angebot war leider dürftige als meine Nachfrage, so mußte ich mich mit einem Gemüseeintopf zufrieden geben.

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Das Gipfelkreuz steht unmittelbar neben dem Matrashaus.

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Blick hinunter zur übergossenen Alm.

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Der Weg über’s Ochsenkar führt an der markanten Torsäule vorbei, wo zahlreiche Kletterrouten hinaufführen (siehe unsere Berichte hier und hier)

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Eines der nächsten Ziele, der Watzmann!

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Im Abstieg blickt man auf das Tennengebirge und das Dachsteinmassiv und die wunderschöne Autobahn 😉

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Rechterhand blickt man auf die Mandlwand (Vierrinnenköpfe).

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Die Sehnsucht in mir nach der Mitterfeldalm (1.669m) wurde immer größer, meine Füße immer schwerer, dennoch hatte ich noch Blicke für die schöne Landschaft.

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Blick zurück zur Torsäule.

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Endlich! Die Freude auf eine Pause und vor allem was zu essen war riesig.

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Nach einer gemütlichen Rast standen mir noch 1.100hm Abstieg bevor. Ich hatte das Angebot bekommen, dass mich zwei vom Arthurhaus zum Auto fahren, aber mein Scheiß Ego war dagegen und ich lehnte danken ab. So brachte ich zu Ende, was ich auch angefangen hatte.

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Der Abstieg war unendlich lang, umso größer die Freude, als ich um 19:45 beim Auto ankam.

Fazit:

Mit 2.700hm und 34km eine sehr lange Tour. Durch das ständige Auf und Ab am Karstplateau wird’s nochmal anstrengender. Der lange Abstieg hat mich am meisten genervt.

Die Tour ist herrlich und abwechslungsreich. Während man von der Ostpreußenhütte zum Matrashaus alleine unterwegs ist, findet über’s Ochsenkar eine Völkerwanderung statt.

Das erste Stück zur Ostpreußenhütte und vor Allem der Abstieg von der Mitterfeldalm sind nicht wirklich lohneswert. Man kann getrost darauf verzichten ohne was versäumt zu haben. Um sich das erste und letzte Teilstück und somit auch einige Höhenmeter zu ersparen, kann man von der Dielalm (1.014m) zur Ostpreußenhütte starten und von der Mitterfeldalm zum Arthurhaus absteigen. Dann kann man sich Gedanken machen, wie man wieder zurück zur Dielalm kommt 😉

GPS hatte ich keins mit, aber die Tour aus der Karte gibt es hier

volle Distanz: 32.54 km
Maximale Höhe: 2940 m
Gesamtanstieg: 2711 m

9 Antworten zu “Hochkönig (2.941m)”

  1. Klaus Sagt:

    RESPEKT Assi, gut dass ich nicht dabei war, da ich ja nicht so gerne weit bzw. lang gehe hätte ich Dir vermutlich den Tag mit einigem „Gesudere“ vermießt 🙂

  2. Martin Sagt:

    2700 hm und 34 km kann man schon fast pervers nennen, Assi 😉
    Jetzt weiß ich, warum du uns „einen Korb gegeben hast“ – Respekt!!!
    lG – i g’frei mi a scho auf’n Watzmann

  3. AndiR. Sagt:

    Bist Du deppat, für wos trainierst denn Du…?
    Tolle und vor allem gewaltige Tour!

    lG Andi

  4. Speedy Sagt:

    … i glaub da trainiert scho wer für unsere Biancograt Begehung im August !!!

  5. Andy@Bergliste.at Sagt:

    Eine lässige Tour, die wir im Vorjahr in umgekehrter Richtung begangen sind. Du warst aber um 5h schneller als wir!

    Mein Bericht mit Fotos ist hier zu finden: http://www.bergliste.at/tourendetails-159.html

    LG, Andy!

  6. Markus Sagt:

    Servus Andy,

    Kenne deine Seite schon seit längerer Zeit und schaue auch öfters vorbei. Super Seite und super Touren! Eure Tour hatte ich bereits im Vorjahr mit verfolgt!

  7. Mac Sagt:

    Hallo Markus!
    Über meine Hochkönig Recherche bin ich auf deine Seite gekommen. Da ich mich für dieselbe Route (allerdings in umgekehrter Richtung) entschieden habe war es sehr hilfreich Zeiten und eine GPX Datei zu haben.
    Heute durfte ich mich an den 2700Hm/34km versuchen und ich habe erstaunlich gut durchgehalten. Sicherlich auch dank deiner hilfreichen Infos 🙂
    Vielen Dank und schöne Grüße aus dem Pongau, Mac

  8. Markus Sagt:

    Servus Mac,

    es freut mich, dass es noch mehr Leute gibt, die sich so was „antun“ 😉

    Aber du wirst mir wahrscheinlich zustimmen – es lohnt sich!

  9. Lampi Sagt:

    „ein komischer Vogel leistete mir Gesellschaft“

    Das wird sich das Schneehuhn auch gedacht haben…

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