Hochtrohnsteig (C/D) mit spontaner Untersbergüberschreitung

(Flirsch, Klaus)

Hochtrohnsteig (C/D) mit spontaner Untersbergüberschreitung

Trotz Freitag den 13. beschlossen Klaus und ich mich den erst heuer eröffneten Klettersteig durch die Untersbergostwand zu machen.

Um eine seriöse Tourenplanung zu gewährleisten kam Klaus bereits am Vorabend zu mir nach Salzburg. Beim Raschhofer wurden wir uns schnell über die Art und das Ziel der Tour einig. Trotzdem zogen sich die Detailabsprachen noch bis spät in die Nacht hinein.Trotz der intensiven Planung ist es uns wieder erwarten gelungen einigermaßen zeitig und halbwegs fit aus den Federn zu kommen. Die obligate Shoppingtour zum Eybl zögerte den Start allerdings etwas weiter hinaus und so waren wir erst um halb elf am Ausgangspunkt in Ettenberg angelangt. Nicht ganz unschuldig an der Zeitverzögerung ist die Wurstverkäuferin in Mart Schellenberg die aus einer Wurstsemmel eine Wissenschaft machte.
Den ersten Teil des Zustieges legeten wir auf einer breiten Forststrasse zurück ehe wir auf einen deutlich erkennbaren Trampelpfad abzweigten, bis wir schließlich nach einer guten Stunde die Scheibenkaseralm erreichten. Entgegen der im Topo angeführten 2- 2,5 Stunden Zustiegszeit benötigten wir lediglich 1 Stunde und 37 Minuten ehe wir an dem liebevoll gestalteten Anziehplatz angekommen waren.

 

Ab der Scheibenkaseralm hat man immer die mächtige Wand vor sich und den Watzmann und den Göllstock im Hintergrund. 

Ostwand

Der Weg ist ausgezeichnet Beschildert und so war es zumindest für uns kein Problem den Weg zu finden. Der Klettersteig ist schön angelegt und stellte uns vor keine großen Schwierigkeiten. Gemütlich gingen wir es an und nahmen uns auch die Zeit ein paar Fotos zu machen.  

Speziell am so genannten Fotoquergang wird man ja gerade dazu genötigt.  

Die Bergidylle wurde lediglich durch diverse Ausdünstungen, die aufgrund einseitiger Ernährung am Vorabend zustande kamen, ein wenig getrübt. Klaus entdeckte sogar das neue provisorische Wandbuch. Provisorisch aus dem Grund, da das Alte vom Blitz getroffen und zerstört wurde.
Trotz aller Gemütlichkeit erreichten wir am frühen Nachmittag den Gipfel des Berchstgadener-Hochtrohns. Nach dem obligaten Gipfelfoto machten wir uns auf den Weg zum wenige Meter entfernten Störhaus.
Natürlich waren wir nicht die einzigen auf der Hütte und so waren wir gezwungen uns mit anderen einen Tisch zu teilen. Auf der Suche nach einer Sitzmöglichkeit blieben unser Blicke gleich an zwei Portionen Kaiserschmarrn hängen und so gesellten wir uns zu ihnen und deren Besitzerinnen. Wir zeigten uns von unserer Besten Seite und vergriffen uns nicht an ihnen. Damit ist natürlich der Kaiserschmarrn gemeint. Nach einer netten Unterhaltung mit den beiden Bergfexinnen beschlossen wir spontan sie  bei der Überschreitung des Untersbergmassives zu begleiten. Nachdem wir ja noch über jede Menge Zeit bis zur letzten Talfahrt verfügten und uns Karoline und Diana freundlicherweise angeboten haben uns danach zum Auto zu fahren, machten wir uns auf den Weg.

Entgegen meiner ersten Überschreitung vor einem Jahr ging es diesmal rasch und Problemlos voran. Auch Klaus ließ sich durch die reizende Begleitung von seiner üblichen Rennerei abbringen und als geborener Gentleman war er auch gezwungen diverse Luftverunreinigungen zu unterlassen, was mir alles sehr entgegen kam. Auch die paar hundert Höhenmeter die wir vorm Salzburger-Hochtrohn noch zurücklegen mussten bereiteten keinerlei Schwierigkeiten. Nach einem Gipfelfoto ging es gemütlich weiter zur Gondel, die wir gerade noch 2 Minuten vor der letzten Talfahrt erreichten und uns somit den mühevollen Abstieg erspart haben.

Zum Abschluss gönnten wir uns an der Talstation noch ein Bierchen und eine deftige Cremschnitte. Karoline und Diana haben dankenswerterweise ihr Versprechen gehalten und uns tatsächlich zu unserem Auto gefahren. Doch zuvor mussten wir noch durchs gefürchtete Drachenloch zum Auto gehen.
Danke an Karoline und Diana fürs Taxi und die nette Begleitung und vielleicht habt ihr ja mal wieder Lust auf eine gemeinsame Tour. 

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