Überschreitung Hoher Göll (2.522m) und Hohes Brett (2.340m)

07. Juli 2007

(Assi, Speedy)

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Die Tourenplanung war dieses mal äußerst kompliziert, Assi wollte eine Bergtour, Klaus wollte Biken und ich mich eigentlich dem Mattsee´er Seefest widmen und so kamen wir irgendwie nicht auf einen Nenner, bis schließlich nach dem dritten Weißbier das Kürzel „WOW“ (Watzmann Ost Wand) fiel, in diesem Punkt waren sich Assi und ich schnell einig. Die Watzmann Ostwand ist die höchste Wand (1800m) der Ostalpen und dementsprechend anspruchsvoll hinsichtlich Kondition und Orientierung, sichere Wetterverhältnisse und voralem eine Schneefreie Wand sind Voraussetzung, genau das war unser Problem, die Schneemengen konnte man einfach nicht wegreden. Was also tun !!! Es musste schnellstmöglich ein Ersatzprogramm her, im Berg- und Wanderführer Berchtesgaden wurden wir dann fündig und entschieden uns für die im Titel angeführte Überschreitung.

Die ersten Höhenmeter legten wir mit dem Lift zurück, nach 15 Minuten Fussmarsch konnten wir unseren ersten Gipfel verbuchen, den Jenner.

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Jenner (1874m)

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Blick vom Jenner auf den wolkenverhangenen Watzmann und den Königssee.

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Auf der Jenner Bergstation ist eine künstliche Eiskletterwand aufgestellt der wir sicher diesen Winter einen Besuch abstatten werden.

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Nach einem weiteren halbstündigen Fussmarsch erreichten wir unsere Unterkunft das Stahlhaus (1736m), das sich direkt an der Grenze Österreich-Deutschland befindet.

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Aus Angst eine Biwack Nacht in der Ostwand verbringen zu müssen, deckten wir uns ausreichend mit Köstlichkeiten ein.

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Ein gemütlicher Grillabend auf 1800m Höhe, auch was schönes !!!

Nach unserer Grillparty gings zurück in die warme Hütte und da gabs dann natürlich noch Kaffee und Kuchen.

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Am nächsten Morgen durften wir beim Frühstück noch eine Live Bergrettung direkt vor unserer Hütte beobachten, naja ganz so dramatisch wars dann nicht.

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Am nächsten Morgen unser erster Gipfel das Jägerkreuz.

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Gipfel Nummer 2, das Hohe Brett, im Hintergrund der Untersberg.

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Am Gipfel des Hohen Göll.

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Vom Hohen Göll gings weiter zum Kehlsteinhaus, wo man auch mal auf allen Vieren kriechen muss um weiter zu komen. Beim Kehlsteinhaus Touristenrundweg sollte man auf die Routenführung achten, die ist nicht immer Eindeutig und Verhauer sind vorprogrammiert 😉

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Angekommen wars vorbei mit der Ruhe, jede Menge Touristen in Flip Flops, was uns aber nicht abhielt noch schnell ein Bier zu zischen, denn der Regenschauer stand kurz bevor, ab diesem Zeitpunkt wärs in der Ostwand sicher ungemütlich geworden….

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Nochmals ein Blick auf unser ursprüngliches Ziel, der Watzmann.

Die Schlüsselstelle stand uns aber noch bevor, die Busfahrt von Berchtesgaden zurück nach Königssee, die für uns auch stolze 2 Stunden in Anspruch nahm, an was wohl gelegen hat…..

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Nein, Assi der 839 fährt nicht nach Königssee !!!

Die Tour als Lückenfüller einzustuffen wäre eine direkte Beleidigung, ganz im Gegenteil, eine Bergtour für jedermann, bei der die Gemütlichkeit, sicher nicht auf der Strecke bleibt.

volle Distanz: 10.4 km
Maximale Höhe: 2524 m
Gesamtanstieg: 1550 m

3 Antworten zu “Überschreitung Hoher Göll (2.522m) und Hohes Brett (2.340m)”

  1. assi Sagt:

    Man machte es uns an diesem Wochenende nicht gerade leicht. Die WOW hat uns abgewiesen, das Watzmannhaus wollte uns nicht und auch die Blaueishütte verwehrte uns einen Schlafplatz. Beim nächsten WOW Versuch nimmst dir aber Handschuhe mit, nicht dass dir die Finger abfrieren und du nicht mehr rauchen kannst 😉

    Was wir noch üben sollten:

      Einweggriller „anwerfen“
      Auf Touristenpfaden nicht vom Weg abkommen
      Busfahrpläne lesen
      und auch Klaus ab und zu mal was glauben

  2. AndiR. Sagt:

    Hallo Leute,

    eine sehr empfehlenswerte Tour (vorzugsweise m. Biwak) ist die gesamte Ost-West-Überschreitung des Göllmassivs. Start in Golling, über den Kl. Göll, Vord. und Hint. Freieck….am Kamm bis zum Hohen Göll. Auf dieser Route wird man spätestens ab dem Kl. Göll alleine sein…

    lG Andi

  3. Sandra Sagt:

    die touristen in flip-flops sind nicht gerade das meine aber ansonsten scheints eine tolle tour gewesen zu sein! ich habe letztes we die variante mit dem mattsee gewählt – war auch net schlecht – und daher ist meine tour am sonntag vieeeeeel kleiner ausgefallen! lg, sandra

    PS: Jause sieht total lecker aus! 😉

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