(Mario, Doris)
Die Tour im Lammertal ist bekannt als grandiose Hochwintertour und sie übertraf unsere Erwartungen bei weitem. Als wir in Lungötz ankamen und ins Lammertal abbogen, wurden wir von einem wahrem “Winter-Wonder-Land” empfangen.
Normalerweise fährt man im Lammertal bei der Weggabelung Richtung rechts beim Jugendgästehaus vorbei und weiter bis zum Ende der fahrbaren Strasse bis zum Hofhaus, wo auch einige Parkplätze vorhanden sind. Wir bogen nach links ab und parkten beim Hotel Lämmerhof, wo wir auch gleich mal auf der falschen Talseite starteten. Nachdem es Doris gelungen war mich davon zu überzeugen vielleicht doch mal einen Blick auf die Karte zu werfen, wurde auch ich einsichtig und so spurten wir durch tief verschneites Gelände mit der Bischofsmütze im Rücken zum eigentlichen Ausgangspunkt der Tour. Gut 30 min später haben wir diesen auch erreicht und die Tour konnte starten.
Immer der Spur entlang des Sommerweges in Richtung Aualm, wo sich auch der Truppenübungsplatz befindet. Das Lager lässt man links liegen und marschiert weiter Tal einwärts.
Es ist ein ziemlich langer und flacher Hatscher bis man die Aualm erreicht. Wer dies jedoch nicht scheut wird mit einer tollen Kulisse belohnt.
Am Ende des Tales wird die Spur nun doch endlich steiler und man steigt in Richtung Süden durch Lichten Wald in Richtung Jochbergriedl auf. Bei den Brandlbergköpfen handelt es sich um drei unscheinbare Bergkuppen die aber allemal eine Besteigung wert sind.
Obwohl man glaubt gleich mal oben zu sein zieht sich der Weg über Serpentinen doch noch ordentlich. Am ersten der drei Köpfe befindet sich auch der Übergang zum Prokschhaus und ins Skigebiet von Werfenweng.
Wir hielten uns nicht lange auf und nahmen die nächsten ca 100 Hm in Angriff um auf den zweiten Brandlbergkopf zu gelangen. Über Anfangs freies Almgelände und später über den lichtbewaldeten Bergrücken ging es weiter. Leider zog es mittlerweile etwas zu, sodass uns der Traumhafte Ausblick auf den Gosaukamm und die Bischofsmütze verwehrt blieb.
Man könnte auch noch auf den dritten weiter gehen, wir entschieden uns aber hier für die Abfahrt, da hier die Abfahrt durch einen steilen Graben zurück zur Aualm führt. Ich denke es war die Richtige Entscheidung. Es war die geilste Abfahrt die ich bislang genießen konnte. Anfangs war es ziemlich steil, aber bei einem halben Meter frischem Pulver ergab dies eine geniale Kombination. (Achtung: nur bei sicheren Verhältnissen befahren)
Nachdem wir noch einen Graben überqueren mussten und einen kaum erwähnenswerten kleinen Gegenanstieg hinter uns hatten, warfen wir nochmal einen Blick zurück.
Weiter ging es flach hinaus zum Lager Aualm. Von hier aus entlang der Aufstiegsspur zurück zum eigentlichen Ausgangspunkt. Wir fuhren noch ca 1,5 km weiter entlang der Forststrasse ehe wir dann noch 10 Minuten Fußmarsch zum Parkplatz hatten.
Schade ist eigentlich nur, dass sich auf den Gipfeln kein Gipfelkreuz befindet. Dafür wird man auf der langen Wegstrecke und den gut 800 Hm (von unserem Ausgangspunkt etwas mehr :-)) mit einer tollen Kulisse und wie in unserem Fall mit einer geilen Abfahrt belohnt.
2 Kommentare zu „Skitour Mittlerer Brandlbergkopf (1.778m)“
…. wußte gar nicht dass Ihr zwei neben unseren Partnern bergzeit.de und bergfreunde.de als Kopfsponsor Skinfit habt 😉
Na wenns nur der Kopf wäre! Mittlerweile von Kopf bis Fuß! 🙂 Vielleicht lassen auch die mal was springen!