Bike Weekend – Tiroler Zugspitzarena

(Doris, Mario)

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Die Tiroler Zugspitzarena wurde bereits mehrmals zur besten Bike Region Österreichs gewählt. Mehr als hundert ausgewiesene Radstrecken in allen Schwierigkeitsgraden waren Grund genug ein verlängertes Wochenende in dieser Region zu verbringen.

Als Quartier diente uns das im Sommer auf Biker abgestimmte Cube Hotel in Bieberwier. Das Hotel punktet mit einem Bike-Waschplatz, Fahrradraum im Zimmer, tollem Design und mit bereits hinter dem Hotel beginnenden Mountainbike Touren.

cube

Die Wetterprognosen für die kommenden Tage waren sehr dürftig und die Meteorologen ließen sich von Sonnenschein bis zu Gewittern und Dauerregen alles offen. Am ersten Tag nach unserer Ankunft war es feucht, kühl und die Wolken hingen tief. Dies hielt uns jedoch nicht davon ab gleich mal mit einer Tour die Region zu erkunden. Mit der Mountainbike-Karte des Hotels ging es gleich mal los in Richtung Nassereithalm. Gleich mal vorweg, es wurde aufgrund von etwas verwirrenden Beschilderungen eine Tour auf den Marienberg 🙂

Sunnalm

In Serpentinen ging es immer wieder die Skipiste querend hoch bis zur Sunnalm, die wir nach 7 Km (inkl. Verhauer)  und 650 Hm auch erreichten. Die Hütte war geschlossen und auch mit der tollen Aussicht auf die Zugspitze wurde es nichts. So zogen wir alles an, was wir im Rucksack hatten, und machten uns an die Abfahrt über die Forststrasse, einen Singletrail und die Skipiste.

Da zeitgleich auch die Trans-Germany in der Region unterwegs war und Leermoos als heutiger Etappenort diente, verbrachten wir den restlichen Nachmittag in Leermoos mit Kaffee trinken und zuschauen.

Am zweiten Tag stand die Tour um den Daniel auf unserem Plan. Um auch ein paar Höhenmeter zu sammeln, bauten wir den Anstieg auf die Tuftlalm mit ein.

Tuftl Alm

Um nicht wieder der Orientierungslosigkeit zum Opfer zu fallen, deckten wir uns erst mal mit besserem Kartenmaterial ein. Die Dame aus dem Sportgeschäft riet uns vor der Tour über die Tuftlalm ab, da auch die Trans-Germany auf dem Weg sei. Wir glaubten nicht daran, dass wir eine Stunde nach dem Startschuss noch jemanden antreffen oder gefährden könnten. Die Dame meinte jedoch, dass die Teilnehmer UNS aufhalten könnten, denn da sind ein paar “ganz LETZE Hund” dabei 🙂  (LETZE = SCHWACH)

Wir ließen uns nicht abbringen und starteten unsere Tour. Der erste Teil der Strecke verlangte uns mit Steigungen von bis zu 25% so einiges ab. Als wir dann auf die Originalroute trafen, war die Steigung angenehm. Ein bisserl was bekamen wir dann doch noch mit vom Renngeschehen. Wir wurden versehentlich von Wanderern angefeuert, wurden an den Fotopunkten fotografiert und haben tatsächlich einen Teilnehmer überholt. Zu dessen Verteidigung muss aber erwähnt werden, dass dieser am Wegrand sein zerlegtes Bike gerade wieder zusammen schraubte. Er war also keiner der “LETZEN”!

Auffahrt Tuftl Alm

An der Alm angekommen ließen wir diese rechts liegen und machten uns gleich, verfolgt vom sogenannten “Besenwagen”, an die Abfahrt über die steile Asphaltstraße.

Abfahrt Tuftl Alm

Unten angekommen suchten wir erst mal eine Bike-Werkstätte auf, um Doris´ Bremsen wieder zum bremsen zu bringen! Nachdem dies erledigt war, ging es weiter am geschotterten Radweg in Richtung Garmisch. Der Radweg ist toll angelegt, nur mit der im Internet hochgelobten Beschilderung waren wir nicht zufrieden. An wichtigen Wegkreuzungen waren zum Teil keine Schilder angebracht, manchmal waren sie versteckt, oder sie zeigten gar den falschen Weg 🙁

Zum Glück hatten wir unsere Karte und so fanden wir doch den richtigen Weg. In Griesen bogen wir in ein herrliches Tal ab und folgten dem Weg entlang der Staatsgrenze in Richtung Plansee.

Naidernach

Ein paar Höhenmeter später erreichten wir den wunderschönen Bergsee.

Plansee

Vom Plansee ging es weiter über eine “Schiebestrecke” (sprich einen flowigen Singletrail) weiter zum Heiterwangersee.

Von hier aus fuhren wir in ständigem auf und ab über Bichlbach zurück in Richtung Leermos. Obwohl der Weg technisch einfach – abgesehen von so manchen auf dem Weg lauernden Kühen – ist und keine gröberen Steigungen aufweist, ist er aufgrund der unterschiedlichen  Untergründe sehr abwechslungsreich und es wird einem auch nie langweilig.

Singletrail

Entgegen aller Prognosen hielt auch das Wetter und so gönnten wir uns zurück in Leermos erst mal einen Drink, ehe wir die letzten Meter zum Hotel in Angriff nahmen. Am Hotel angekommen hatten wir 70 Km und 1300 Hm hinter uns. Dies gehörte natürlich mit ein paar Weizen gewürdigt 😉

Am dritten Tag stand uns der Sinn nach Abwechslung und wir fuhren mit dem Auto nach Füssen. Von Neuschwanstein aus starteten wir ohne festem Ziel zu einer “märchenhaften” Rennradtour…

Neuschwanstein

… Märchen können grausam sein …

Querfeldein

… sie enden auch nicht immer mit einem “Happy End” 🙂

Rennradtour

Schließlich fanden wir doch wieder eine Strasse und so vollendeten wir unsere gemütliche Runde nach 50 km und knapp 500 Hm.

Schwangau

Das Allgäu hat für Rennradfahrer einiges zu bieten, allerdings war es uns leider nicht möglich vor Ort ausgearbeitete Tourenvorschläge zu erhalten. Im Internet gäbe es allerdings genug davon.
Trotz kleiner Runde gab es abends wieder ein Weizen 🙂

Am vierten und letzten Tag wollten wir noch die offene Rechnung mit der Nassereithalm begleichen.

Wir starteten gleich hinterm Hotel und fuhren anfangs den Radweg in Richtung Fernpass hoch. Kurz vorm Weißensee bogen wir links auf den Römerweg ab.

Via Claudia

Entlang der berühmten “Via Claudia” ging es stets mit dem Zugspitzmassiv im Rücken weiter bis zu einer Wegkreuzung.

Nassereith

Diesmal waren die Schilder auch dort angebracht, wo sie sein sollten und wir fanden den richtigen Weg in Richtung Nassereithalm. Nun ging es ohne Erholungsstücke Kehre für Kehre hoch. Immer wieder boten sich dabei tolle Ausblicke auf den Fernpass, den Blindsee, die Zugspitze und die umliegende Bergwelt.

Nassereithalm Auffahrt

Nach gut 700 Hm erreichten wir die Hütte am Fuße des Wannig und stärkten uns natürlich mit einem Weizen. Leider war es aber auch schon wieder die letzte Tour unseres Ausfluges und so mussten wir leider die Heimreise antreten.

Die Tiroler Zugspitzarena ist auf alle Fälle ein lohnendes Ziel für Mountainbiker. Auch für Bergsteiger, Kletterer, Wanderer, Naturliebhaber usw. gibt es unzählige Möglichkeiten ein paar schöne Tage in dieser traumhaften Bergwelt zu verbringen!

Einziger Wehmutstropfen ist unserer Meinung nach die verwirrende Beschilderung der Mountainbike-Strecken! Es erweckt fast den Eindruck, als versuche man die Existenz der zahlreichen Bike-Guides zu sichern!

2 Kommentare zu „Bike Weekend – Tiroler Zugspitzarena“

  1. ….sei ma net böse Flirsch aber bei uns heißt des schon no immer
    WEISSBIER und net Weizen 😉 oder ?

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