Ortler (3.905m) über Hintergrat

(Assi, Speedy, AV Braunau)

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An diesem Tag war es so weit. Der Aufstieg über den Hintergrat und der Abstieg über den Südweg zur Payerhütte. Leider fehlten uns 95m zu einem 4.000er!

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Nach der kurzen Nacht und dem Frühstück ging es los. Mit den Stirnlampen bewaffnet machten wir uns auf den Weg und waren zum Sonnenaufgang am Geröllhang angelangt.

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Das Wetter und das Panorama waren ein Traum. Nun begannen auch schon die ersten Klettereien im lockeren Fels, der Helm war absolute Pflicht.

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Die erste Schlüsselstelle war eine Gratkletterei, die unsere Alpenvereinskollegen Hermann und Christoph vorbildlich absicherten. Am Ende gab es dann auch noch eine Abseilstelle, die schon etwas Magenkribbeln verursachte.

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Die erwähnte professionelle Sicherung vermittelte mir ein Gefühl der Geborgenheit, das mir gerade bei meiner ersten “großen” Tour sehr wichtig war. Die nächste Passage ging über ein Eisfeld, endlich konnten wir die Steigeisen und den Eispickel testen!

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Nach etlichen Höhen- bzw. Klettermetern erreichten wir auf 3.905m den Gipfel des mächtigen Ortler. Ludwig empfing uns bereits mit seinem Gipfelschnaps. Nach der obligatorischen Gipfeljause und dem Gipfelfoto, ging es dann den Gletscher über die Südseite bergab zur Payerhütte.

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Die Landschaft war bezaubernd, die Gletscherformation zeigte sich in all ihrer Schönheit.

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An dieser Stelle ließen wir den Gletscher hinter uns und es ging wieder im Fels weiter. Im Bild ist das Lombardi Biwak zu sehen, das man bei Bergnot als 5-Sterne Hotel empfinden würde.

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Das Abklettern war ziemlich anstrengend, da wir (zuindest ich) schon ziemlich erschöpft waren und vor allem ich musste schon ziemlich dringend…

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Nachdem es dann noch zu regnen begonnen hatte, dachten wir “schlimmer kann’s nun auch nicht mehr kommen” und es zog ein Graupelschauer vorüber. Nun hatten wir schon Sehnsucht nach der Payerhütte, die sich nach langer Zeit dann auch im Nebel zeigte.

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Nach 13 Stunden war ich froh auf der Hütte, aber noch vielmehr am Klo, zu sein! Nach dem Abendessen und einem Radler ging’s in’s Bett.

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