Überschreitung Höllengebirge

07. Oktober 2007

(Assi)

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Die Überschreitung des Höllengebirges stand schon immer auf meiner Liste, und zwar die Überschreitung von Weissenbach über die Mahdlschneid, Dachsteinblick, Hochleckenhaus, Riederhütte, Feuerkogel. Meinen ursprünglicher Plan auf der Brennerin zu biwakieren konnte ich aus zeitlichen Gründen jedoch nicht umsetzen.

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Sonntag morgen, der Wecker leutet um 4:00. Wollen wir nicht übertreiben, ist doch so gemütlich im Bett. Auf der Fahrt bin ich noch drauf gekommen, dass ich die Stirnlampe vergessen habe – umdrehen. Um 07:30 bin ich dann endlich in Weissenbach am Attersee vom Auto weggegangen. Das erste Stück über Schoberstein, Mahdlhupf und Dachsteinblick kannte ich bereits. Der Aufstieg war wegen des Nebels ziemlich feucht, doch über der Nebeldecke bot sich ein schönes Bild, auch wenn es noch nicht ganz aufgerissen hatte.

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In der Bildmitte ist das Hochleckenhaus zu sehen. Ist ja eh nicht mehr weit dachte ich mir. Das Fiese daran, es geht noch auf und ab bis man dort ist.

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Nach 3h 15min erreichte ich dann das Hochleckenhaus. Dort fand eine Bergmesse statt, der ich noch ein paar Minuten lauschte. Nach einem Frühstück verließ ich das Hochleckenhaus wieder, in dem ein Kommen und Gehen herrschte.

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Der Weg geht weiter in den Pfaffengraben, der das Höllengebirge durchzieht. Wer glaubt, man geht da einfach rüber, liegt falsch! Es geht ständig auf und ab, die Höhenmeter summieren sich.

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Der Weg war sehr ruhig, es sind mir kaum Leute untergekommen. Die Gegend ist stark verkarstet und es sind auch einige Dolinen zu finden.

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Das zweite Gesicht des Höllengebirges, ein Latschenmeer.

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Ich machte einen Abstecher zum Grünalmkogel (1.821m), da es zu ihm im Gegensatz zu den anderen Gipfeln, die ich ausgelassen habe nur ein paar Meter waren.

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Weiter ging es in Richtung Brunnkogel, der nördlich umgangen wird. Kurz davor findet man auch eine Quelle, die aufgrund der vielen Markierungen nicht zu übersehen ist. Gleich am Anfang des Pfaffengrabens befindet sich übrigens die erste Quelle.

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Den Abstecher zum Eiblgup ließ ich bleiben und schleppte mich weiter zur Rieder Hütte, die ich nach insgesamt 7,5h erreichte. Die Hütte macht einen recht gemütlichen Eindruck, die Gickerl rennen draußen rum. So kann man sich sein Essen gleich aussuchen 😉

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Am Weg zum Feuerkogel wurde es immer turbulenter. Ich kehrte noch ein und wollte dann mit der Bahn runter. Da zu viele Leute anstanden, nahm ich dann doch den Fußweg nach Ebensee, wo ich in’s Auto einstieg und heimfuhr. Nein, das stand ja noch in Weißenbach! Also bin ich in Richtung Bad Ischl spaziert und habe gestoppt. Schließlich hat sich dann auch noch jemand erbarmt und mir den 27km Fußweg erspart.

Den hätte ich nach den 30km und 2.643 Höhenmetern auch nicht mehr geschafft 😉

Es war eine wunderschöne Tour, aber um die Tour mit einigen Gipfeln auszuschmücken und auch mal Zeit für längere Rasten zu haben, sollte man die Tour auf 2 oder 3 Tage aufteilen.

volle Distanz: 30.67 km
Maximale Höhe: 1824 m
Gesamtanstieg: 2939 m

4 Antworten zu “Überschreitung Höllengebirge”

  1. Klaus Sagt:

    alle Achtung Assi, sehr sportlicher Sonntag;-) auch wenn ich nie verstehen werden was an 8 Std. „hadscherei“ schön sein soll !

  2. Bernhard Sagt:

    Servas,
    schöne Tour & Bericht, kann bestätigen das die Tour super ist. Auch wenn „normale“ Leute das in 2 – 3 Tagen gehen 😉

    Viele Grüße
    bernhard

  3. Martin Sagt:

    Wirklich sehr sportlich 😉 aber so einer elendslangen Hatscherei durch die Latschen kann ich trotz Liebe zu den Bergen nicht viel abgewinnen. Ich war einmal im Höllengebirge, bin vom Feuerkogel zum Gr. Höllkogel und über die Riederhütte retour, das hat mir eigentlich gereicht. Diese Karstlandschaft is irgendwie nicht meins. Ein paar Fotos hab ich hier online gestellt.

  4. Thomas Sagt:

    Respekt! 🙂 Diese Tour an einem Tag zu machen erfordert wirklich viel Kondition.

    Ich habe die Tour letztes Jahr mit einem Freund gemacht. Gegen Mittag von Ebensee (Wanderweg 820) zur Rieder Hütte (Übernachtung). Am nächsten Tag sehr bald in der Früh zum Hochleckenhaus und via Brennerin, Mahdlgupf und Schoberstein nach Weißenbach.

    Schade, dass man die Tour mit Übernachtung nicht wirklich teilen kann. Ob Übernachtung in der Rieder Hütte oder im Hochleckenhaus; es sind immer 1 + 1/2 Tag und der ganze Tag hat es in sich.

    Ich empfehle in Ebensee zu starten, weil man dann den Trubel am Feuerkogel möglichst bald hinter sich lassen kann.

    Grüße!

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