Mountainbike – Königstour

(Knedl, Speedy, Wuz, Meino, Mike, Mario)

Die diesjährige Mountainbiketour führte uns ins Hochköniggebiet, wo wir auf 3 Tage verteilt, die Königstour mit rund 4.800 HM und 120 km in Angriff nahmen.

Tag 1:
Nachdem wir in Dienten am Hochkönig unser Basislager bezogen, fuhren wir gleich weiter nach Maria Alm, wo wir für die kommenden 3 Tage unsere Autos abstellten. Pünktlich um 10 Uhr starteten wir bei Traumwetter und hochsommerlichen Temperaturen. Nach ein paar Kilometern zum Einradeln folgte gleich der erste Anstieg mit rund 600 HM auf die Abergalm. Von dort aus ging es hinab nach Bachwinkel. Kurz überlegten wir noch, ob wir den für Sonntag geplanten Anstieg zum Hundsstein auch gleich mitnehmen sollten. Wie sich am Sonntag dann herausstellte, war es gut dies bei den herrschenden Temperaturen nicht zu tun.

In Bachwinkel machten wir die erste Pause und kehrten erst Mal auf ein oder zwei Getränke ein.

Weiter ging es entlang der Bundesstraße nach Hintertal und weiter über Asphalt und Schotter zur Aueralm. Obwohl die letzte Einkehr noch gar nicht lange her war, ließ Wuz es sich nicht nehmen, uns auf eine Runde einzuladen. „Gestärkt“ fuhren wir weiter über Forststrassem bis wir den Filzensattel erreichten. Von hier aus führte uns der vermeintlich letzte Anstieg des Tages in angenehmer Steigung auf den Gabühl.

Trotz moderater Steigung waren wir aufgrund der Hitze natürlich völlig dehydriert und waren somit zu einer Einkehr auf der Gabühlhütte nahezu gezwungen. Die Kellnerin fragte uns, ob wir auch über Wiesen fahren und gab uns dann den Tipp zu einer Abkürzung zur Jausenstation Grünegg. Der Wiesenweg war ein ausgetretener Wanderpfad und für die meisten von uns nicht/kaum fahrbar. Speedy packte das Trailfieber und war weg. Mike wollte dies auch tun und bezahlte seinen Übermut prompt mit einem spektakulärem Überschlag.

Nach der kurzen Einkehr in der Jausenstation mussten wir nur noch runter zur Bundesstrasse und dann nach links um 700 m später unser Hotel zu erreichen und den ersten Tag abzuschließen. Ich weiß nicht, was mich geritten hat, aber aus unerklärlichen Gründen bin ich nach rechts abgebogen und Knedl, Meino und Wuz folgten mir. Die kurz aufkommenden Zweifel, ob wir hier tatsächlich richtig sind, wurden aufgrund des enstandenen Flows, mit dem wir uns gegenseitig die kurvige Strasse runterjagten, umgehend verworfen. Die Ernüchterung kam dann in Lend, wo wir den Wegweiser „Dienten 10 km“ in die Richtung, aus der wir kamen, erspähten. Während Speedy und Mike bereits im Hotelpool den Tag ausklingen ließen, kurbelten wir die 10 km und 300 Hm zurück ins Hotel. Am Ende des Tages hatten wir dann inklusive „Lend“ 46 km und 1700 Hm bewältigt.

Tag 2:
Der zweite Tag war geprägt von schlechten Wetterprognosen, die uns unser Wirt am Vorabend unterbreitete. Laut Vorhersage wurden bereits für frühen Nachmittag starke Gewitter erwartet. Mit einem ständigem Blick aufs Regenradar starteten wir unmittelbar nach dem Frühstück.

Gleich nach Dienten erwartete uns der erste Anstieg mit knapp 800 Hm auf die Wastlhöhe. Neben dem ständigen Blick aufs Wetter, mussten wir auch ständig aufs Handy schauen, um die richtige Route zu finden. Der Tourismusverband Hochkönig bewirbt zwar diese Tour, schafft es aber offenbar nicht sie auszuschildern. Der zur Verfügung gestellte GPS Track ist ebenso mit Vorsicht zu genießen. Die folgende Schiebe- Tragepassage war allerdings planmäßig.

Auch das war irgendwann erledigt und wir erreichten noch immer bei strahlendem Sonnenschein die Bürgelalm. Da wir heute unter Zeitdruck standen fuhren wir jedoch schleunigst weiter. Weiter ging es über schöne Almen, wo sogar ein Speicherteich romantisch wirken kann.

An der Zapferlalm war es dann aber doch an der Zeit eine kurze Rast einzulegen. Zum Glück wollten wir heute keine Zeit vertrödeln, denn hier hätte es richtig gemütlich werden können. Erneut ließen wir uns auf einen Abkürzungstipp des Hüttenwirts ein und auch die angebotene Runde Schnaps konnten wir natürlich aus reiner Höflichkeit heraus nicht abschlagen.

Die empfohlene Route stellte sich diesmal sogar als wahrer Glückstreffer heraus und führte uns über einen kurzen Trail weiter zur Bundesstrasse, die wir auch an Ort und Stelle überqueren konnten. Als nächstes Ziel stand das Arthurhaus auf dem Plan. An einer Weggabelung mussten wir uns für den leichteren, oder den steileren Weg entscheiden. Ein heimischer Mountainbiker mahnte uns aufgrund der Steilheit, die er aber fahren könnte. Herausforderung angenommen und auch wir haben es geschafft. Die restlichen Höhenmeter ging es weiter auf Asphalt und bei so manchen wurden Erinnerungen an den Schulskikurs wach, als wir den damaligen Mitterfeldlift und das Hochkeilhaus passierten. Eingekehrt sind wir in einer kleinen Wirtschaft hinter dem Arthurhaus, wo wir erstmal unsere durchgeschwitzten Sachen trocknen mussten.

Wir stärkten uns mit Käsejause, Kaiserschmarren und der eine oder andere nahm hier äußerst merkwürdige Getränke zu sich.

Mit dem ständigen Blick aufs Wetter war die anschließende Runde um den Hochkeil rasch erledigt. Da wir es vermeiden wollten in ein Gewitter zu kommen, entschieden wir uns dazu, die heutige Runde etwas abzukürzen und über die Bundesstrasse den Dientnersattel zu überqueren. Was aber so manchem die gute Laune nicht vertrieb. Lediglich das quietschende Geräusch von Meinos Bremsen trübten die Idylle.

Nach ca 1500 Hm und gut 40 km hatten wir alle trocken das Hotel erreicht. Das eine oder andere Bierchen später begann es dann auch schon ziemlich heftig zu schütten. Spätestens als der Wolkenbruch auch noch von Blitz und Donner begleitet wurde, fühlten wir uns in unserer Entscheidung zu verkürzen, bestätigt.

Tag 3:
Am letzten Tag unserer Tour stand mit dem Hundstein das eigentliche Highlight auf dem Programm. Da wir am Vorabend die Zeit lieber mit einem Besuch beim Italiener und in der benachbarten Bar verbrachten, mussten wir vor der Abfahrt noch die Bremsen von Meinos Bike richten.

Von „Juhu heut geht’s auf den Hundstein“ bis „geh leckts mich doch am A…, i mag nimma“ war an diesem Morgen alles dabei. Es half jedoch alles nichts und über den Filzensattel ging es nach Bachwinkel. Dort wo wir am ersten Tag runter kamen ging es diesmal rauf … und sogar ziemlich rauf!!! Nach den ersten schweißtreibenden Höhenmetern erreichten wir die Abergalmen. Das Wetter war trocken aber bewölkt, was sich im Nachhinein als sehr wertvoll herausstellte. Weiter ging es in wechselndem Auf und Ab in Richtung Grießbachalm. Auf dem Weg dorthin wollte Wuz den zahlreichen Wanderern noch eine kleine Show bieten, was aber beinahe zu einem kapitalem Sturz geführt hätte. Nur mit viel Akrobatik, Fahrkönnen und einer mächtigen Portion Glück konnte er den ungewollten Abgang von seinem Bike noch vermeiden.

Ab der Grießbachalm schraubten wir uns dann über zum Teil sehr knackige Serpentinen hoch. Außer ein paar Wanderern und einigen e-Bikern war es an diesem Tag sehr ruhig.

Kurz nach der Dirndlalm eröffnete sich dann der erste Blick auf unser Ziel, das Statzerhaus.

Bis dahin war es jedoch noch ein ordentlich schweißtreibender Weg. Speedy zog uns allen davon und erreichte als erster den Hundsteingipfel. Fürsorglich wie er ist, bestelle er schon mal eine Runde Bier .. warm werden konnte es an diesem Tag ja nicht. Schließlich erreichten wir nach und nach alle den Gipfel und freuten uns über die Energiespritze.

Nachdem wir erstmal alles angezogen hatten, was so im Rucksack war, stärkten wir uns noch ein wenig, ehe wir uns unfallfrei ins Tal stürzten. Auch an diesem Tag hatten wir wieder rd 1500 Hm und 35 km zurückgelegt, wobei rund 1300 Hm auf den Hundstein fielen.

Alles in allem war es ein gelungenes und mit viel Spaß gespicktes Wochenende in einer Traumhaften Gegend. Die Region hätte, was Mountainbike betrifft, großes Potential was aber bislang wenig genutzt wurde.

4 Kommentare zu „Mountainbike – Königstour“

  1. Wie jedes Jahr eine feine Sache unser kleiner MTB-Ausflug … wo die Gemütlichkeit auch nicht zu kurz kommt 😉
    Es war mir eine Ehre!
    Super Bericht Mario alias Flirsch!

  2. Ich war zwar nicht dabei aber lt. Bericht sehr empfehlenswert gewesen. Gut gemacht Flirsch – velleicht beim nächsten mal. 😜

  3. Des klingt sehr verlockend! Sehr fesche Tour und auch lustiger Bericht.
    Vor allem die Hütteneinkehrschwünge schauen lohnend aus! A Quotenfrau könnts nicht zufällig gebrauchen für solche Ausflüge? 😉

    Lg

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