Wildspitze (3.770m), Versuch

20. Mai 2006

(Assi, Flirsch, Mike)

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Frei nach dem Motto, das kann es doch noch nicht gewesen sein, beschlossen Assi und ich an einem verregneten Sonntag Nachmittag, nach 9 Pils in der Basilica, noch eine Abschluss-Skitour zu machen.
Nachdem sich die Schneegrenze mittlerweile schon weit nach oben zurückgezogen hat verbrachten wir die nächsten Tage damit, ein würdiges Ziel zu finden. Unsere Entscheidung fiel einstimmig auf den höchsten Gipfel Tirols,die Wildspitze mit 3770m.

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Bereits am Freitag machten wir, Assi-Mike-Flirsch, uns auf den Weg nach Tirol. Um die Anreise ins Pitztal zu verkürzen, bezogen wir in einer Innsbrucker Pension Quartier. Nachdem wir Assi das Goldene Dachl zeigten brachten wir ihm auch noch das Innsbrucker Nachtleben ein wenig näher. Der Kellner im Theresienbräu dürfte über Assi´s und meinen Besuch sehr erfreut gewesen sein, da er uns zu Speis und Trank einlud und mir auch noch ein wenig Taschengeld mit auf den Weg gab. Aufgrund von Mike´s Trainingsrückstand im Weizen trinken mussten wir unsere Tour nach 5 Weizen abbrechen und wir kehrten dem Nachtleben den Rücken. Am Samstag weckte uns der krähende Hahn aus Assi´s Handy bereits um sechs Uhr. Frisch geduscht und vom Frühstück gestärkt brachte uns Assi mit seinem Voyager Pannenfrei ins Pitztal, wo uns dann der Pitztaler Gletscherexpress auf 2800m brachte.

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Beim verlassen des Skigebietes bot sich uns bei herrlichem Wetter eine wundervolle Kulisse der Piztaler Gletscherwelt.

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Ohne viel Zeit zu verlieren wollten wir uns auf den Weg machen. Doch ungeklärte Fragen wie Jacke an oder Jacke aus, gehen wir am Seil oder nicht, warfen unseren Zeitplan ein wenig durcheinander. Schließlich gingen wir am Seil über das ewige Eis des Piztalergletschers vorbei an zahlreichen Spalten und Seracs.

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Leider trübte der starke Wind das Tourenvergnügen ein wenig und so wurde auch die Pinkelpause zum Drahtseilakt. („Speedy“ der Mike hat dein Seil angepinkelt)!

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Nach ca 2 Stunden waren wir am Fuße des Bruchkogels auf einer Höhe von ca 3500m angelangt. Leider änderte sich das Wetter schlagartig und unser Ziel versank hinter einer grauen Wand. Nach kurzer Lagebesprechung über die herrschende Wettersituation begann es auch noch zu schneien und der Wind blies uns fast vom Berg. Während unser Wetterfuchs Mike das Wetter analysierte, hatte ich alle Probleme der Welt mir eine Zigarette anzuzünden.

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Wir wogen die weiteren Möglichkeiten, vom Abbruch über eine Änderung des Gipfels bis zum Weitergehen ab und entschlossen uns einstimmig die Tour abzubrechen. Wir waren zwar alle zusammen nicht gerade glücklich über unsere Entscheidung, doch ein Weitergehen hätte keinen Sinn gehabt, zumal die Sicht immer schlechter wurde, wir den genauen Weg nicht kannten und der Wind uns eher Rückwärts als Vorwärts trieb. Alles in allem war es einfach zu gefährlich auf einem Gletscher in unbekanntem Gelände die Tour fortzusetzen. Schwermütig machten wir uns an die Abfahrt. Der Wind hatte mittlerweile unsere Aufstiegsspur verblasen und so hatten wir anfangs auch leichte Probleme durch das Labyrinth von Gletscherspalten zu finden. Je näher wir unserem Ausgangspunkt kamen, desto besser wurde auch die Sicht und so konnte, zumindest ich die Abfahrt genießen. Da sich Mike und Assi jenseits der 90 Kg Marke bewegen, hatten sie im Harsch erhebliche Probleme. Während ich, mittlerweile auch als Pistenfloh vom Pitz bekannt, über die herrlichen Hänge wedelte vergruben Assi und Mike ihr Gesicht und sonstige Gliedmaßen ständig im Schnee.

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Am Ausgangspunkt angelangt blickten wir zurück, Richtung geplantem Ziel und wir wurden in unserer Entscheidung bestätigt. Mit ruhigem Gewissen kehrten wir noch in dem herrlich in die Landschaft eingefügtem, betoniertem Bergrestaurant auf ein verdientes Weißbier ein.

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Der Rückweg nach Salzburg erwies sich als langwierig, aber Mike machte seine Sache gut, indem er Assi als Fahrer vertrat und uns mit dem Chrysler heil nach Salzburg brachte. Nachdem wir uns in Salzburg von diversen angenommenen Gerüchen befreiten, stieß auch noch Martina dazu und wir statteten der Weissen noch einen kurzen Besuch ab. Während Martina und Mike den Abend gemütlich ausklingen ließen, hängten Assi und ich noch die Nacht und den angrenzenden Morgen dran.
Alles in allem war es, abgesehen vom Nichterreichen der Wildspitze, ein gelungener Ausflug bei dem wir wieder mal feststellen mussten, dass der Lichtschutzfaktor 25 für den Gletscher zuwenig ist.  

2 Antworten zu “Wildspitze (3.770m), Versuch”

  1. assi Sagt:

    Hiermit möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich mich nicht, wie der Autor dieses Beitrages behauptet, jenseits der 90kg Grenze bewege!!!

  2. schmitzi Sagt:

    Und ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen dass der Seilstrang unseres Halbseiles, der von wem auch immer angep… wurde , der Teil vom Speedy ist nicht meiner !!!!!

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